Test „Wie geht’s eigentlich meinem Rücken?“

Test 1 im Sitzen:
Setzen Sie sich bitte auf den Boden, die Beine gerade nach vorne ausgestreckt, die Knie durchgedrückt, die Füße bzw. die Zehen nach vorne anziehen.
Jetzt haben Sie wahrscheinlich noch einen runden Rücken.
Nun den Kopf anheben, die Schultern nach hinten strecken, nach unten fallen lassen, den Brustkorb so öffnen und den unteren Rücken in eine 90 Grad-Stellung zum Gesäß bringen. Dazu müssten Sie den Brustkorb so schön geöffnet, wie er jetzt ist, nach vorne ziehen.
Wenn Sie das ganz locker hinkriegen und eine Tagesschau so durchhalten – Gratulation! Sie sind fit und brauchen mich nicht!
Wenn jetzt aber schon nach kurzer Zeit der Rücken streikt, die Beine anfangen zu zittern oder aber der rechte Winkel in unerreichbare Ferne rückt – dann sollten Sie ganz schnell etwas tun. Ihr Halteapparat ist nicht in der Lage, Ihre tagtägliche Belastung zu bewältigen, die Muskulatur ist zu wenig ausgeprägt und trainiert.
 Test 2 ist jetzt wohl angebracht.
Legen Sie sich bitte auf eine harte Unterlage – ohne Kissen unter dem Kopf! Atmen Sie mindestens 3 Mal ganz ruhig ein und aus und lassen sich fallen. Jetzt beginnt Ihr „Kontrollgang“ durch den Körper:
-         Wie liegt Ihr Kopf? Liegen Sie direkt oberhalb der Ohren auf oder höher? Geht’s ohne Kissen oder haben Sie das Bedürfnis, den Kopf höher zu lagern?
-         Schultern? Liegen die entspannt auf dem Boden oder halten Sie alles fest und können gar nicht loslassen?
-         Hat der untere Rücken Kontakt zum Boden oder können Sie mit der Hand oder sogar mit dem Arm in ein Hohlkreuz fassen?
-         Fallen Ihre Beine nach außen? Haben beide Füße einen eindeutige Neigung nach außen? Und schauen Sie mal hin: sind beide Beine gleich lang? Sind beide Zehengrundgelenke des Großzehs auf einer Höhe oder passten die beiden nicht exakt aufeinander?
-         Können Sie die Beine gut so liegen haben oder haben Sie das Bedürfnis, die Beine übereinander zu schlagen?
-         Ist die Lage gemütlich oder möchten Sie eigentlich gleich wieder aufstehen?
Wenn Sie jetzt immer nur auf den ersten Teil der Frage mit „Ja“ antworten – Gratulation, Sie sind superfit und brauchen mich überhaupt nicht!
Sollte aber mehrfach der 2. Teil auf Sie zutreffen, die Beine und Schultern einfach nicht fallen wollen, dann tun Sie sich und Ihrem Rücken den Gefallen und suchen mich oder einen Kollegen auf – dann stimmt etwas mit Ihrer Statik nicht. Vielleicht haben Sie ja auch schon Beschwerden? Dann wird es höchste Zeit! Haben Sie noch keine, dann treiben Sie vielleicht viel Sport und Ihr Körper kann noch kompensieren. Aber wäre es nicht viel schöner, Sie würden einen gesunden Körper trainieren und könnten viel mehr davon profitieren?
Es ist selbstverständlich, dass ich auch da bin, wenn einfach „nur“ mal geschaut werden soll. Therapie nur dort, wo Sie notwendig ist – Ehrensache!
Liebe Grüße
Angelika Wuschisch-Gerrietzen
 

Das Kreuz mit dem Kreuz

Spätestens jetzt im Herbst ziehen wir uns wieder in unsere Wohnungen und Häuser zurück – das Leben findet wieder drinnen statt. Der Garten macht jetzt noch einmal viel Arbeit, die meistens anstrengend in den Rücken geht. Statistisch gesehen wird aber die Zeit für Bewegung und Sport weniger – draußen macht es einfach mehr Spaß. Doch jetzt ist es nass und kalt, Menschen mit rheumatischen Beschwerden können ein Lied davon singen. Aber auch Wirbelsäulen- und Gelenkprobleme sind jetzt tägliche Qual.
Jahrelange Fehlstellungen oder Fehl- und Überbelastungen sind oft der Auslöser für Bewegungseinschränkungen, Arthrosen und vor allem Schmerz – in Rücken, Hüfte, Knie und oft noch zusätzlich im Schulter/Nackenbereich. Kopfschmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln vor allem nachts sind die Folge.
Hauptübeltäter ist ein verkeiltes Kreuzbein (Sacrum), der untere Teil der Wirbelsäule zwischen den großen Beckenschaufeln. Dieser etwa Handteller große Knochen ist gelenkig mit den Beckenschaufeln und bewegt sich im freien Zustand minimal bei jeder Bewegung der Beine oder des Rückens mit. Die Muskulatur der Beine, des Gesäßes und große Teile des Bandapparates sind direkt an den Beckenschaufeln innen und außen befestigt. Das Darmbein-Kreuzbein- Gelenk, auch Iliosacralgelenk, kurz ISG, fängt die Bewegung auf und harmonisiert sie elastisch. Ist dieses Gelenk aber blockiert – durch Fehlbelastung oder auch Stürze, ist die Elastizität des Beckenringes nicht mehr da – das Becken wird schief. Die Wirbelsäule muss jetzt permanent statisch ausgleichen und muss sich dafür in sich verdrehen – bis in die Halswirbelsäule und das Kiefergelenk und natürlich genauso mit Beschwerden in die Richtung Hüfte, Knie, die auch infolge anders belastet werden als geplant. Das Ausgleichsverhalten ist langfristig gesehen also die Ursache ganz neuer „Baustellen“.
Durch verblüffend einfache Untersuchungen kann ich genau orten, wo sich Blockaden befinden, welche Schäden hierdurch schon entstanden sind und durch gezielte ganzheitliche Methoden langfristig beseitigen oder mindern. Ich arbeite gerne mit der Kombination mehrerer bewährter Therapien aus der Osteopathie, Manuellen Therapie und klassischen Schmerztherapie, denn nicht nur der knöcherne Bereich muss behandelt werden, sondern auch der Sehen- und Bandapparat und  die Muskulatur. Unerlässlich sind Übungen für zuhause, um gezielt Muskulatur zu stärken und ein „Durchforsten“ der alten Gewohnheiten: Haus – und Büroarbeit, Sitzhaltung, Tragen und Heben …..
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann machen Sie doch den kleinen Test und sehen, wie es um Ihren Rücken bestellt ist.  
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